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Wie geht es dir? Zeichner*innen gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus

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In eindringlichen Bildern und persönlichen Erzählungen versammelt die neue Ausstellung im Jüdischen Museum in Rendsburg 60 Comics von 48 renommierten Künstler*innen. Titel des sehr besonderen Projekts: „Wie geht es dir?“ Die Arbeiten basieren auf Gesprächen mit Menschen, deren Leben durch den Überfall der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und die anhaltende humanitäre Katastrophe im Gaza-Streifen in unterschiedlicher Weise geprägt ist.

Bis zum 31. Juli eröffnet „Wie geht es dir?“ einen vielstimmigen Raum. Die künstlerischen Arbeiten erzählen von jüdischen Perspektiven, von Verunsicherung und Bedrohung in Deutschland ebenso wie von wachsender Muslimfeindlichkeit und anderen Formen von Rassismus. Sie thematisieren eine Gegenwart, in der gesellschaftliche Spannungen zunehmen und zugleich oft Sprachlosigkeit herrscht. Die beteiligten Zeichner*innen, wie beispielsweise Barbara Yelin oder die in Rendsburg aus zahlreichen Workshops gut bekannte Elke Renate Steiner, hören zu, führen Gespräche und übersetzen das Gehörte in Comics. Zeichnung wird hier zum Medium des Dialogs: sensibel, respektvoll und zugleich unmittelbar. Renommierte gesellschaftliche Akteur*innen wie Jouanna Hassoun, Mirjam Wenzel, Meron Mendel und Burak Yilmaz waren bereit, ihre Perspektive zu erzählen.

Die Ausstellung lädt dazu ein, hinzusehen, zuzuhören und Ambivalenzen auszuhalten. Sie versteht sich als Beitrag zu einem offenen gesellschaftlichen Gespräch: gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit, Hass und Ausgrenzung und für Empathie, Dialog und gegenseitiges Verständnis. Obwohl die Ausstellung bereits 2024 entstanden ist, hat sie angesichts der aktuellen Entwicklungen nicht an Aktualität verloren. Im Gegenteil wird die Situation durch die fortgesetzten kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten sowohl für die Menschen vor Ort, als auch für Betroffene in Deutschland immer bedrohlicher und komplizierter.
Initiiert wurde das Projekt von den Zeichner*innen Hannah Brinkmann, Nathalie Frank, Michael Jordan, Moritz Stetter, Birgit Weyhe und Barbara Yelin. Fachlich begleitet wird es von Dr. Véronique Sina (Goethe-Universität Frankfurt), unterstützt vom Internationalen Comic-Salon Erlangen sowie der Stadt Erlangen.

Wie geht es dir? Zeichner*innen gegen Antisemitismus,
Hass und Rassismus vom 18. Juni bis 31. Juli 2026
Jüdisches Museum | Prinzessinstraße 7–8 | 24768 Rendsburg
Information, Reservierung, Buchung:
+49 (0) 4331 440 430 | per Mail service@landesmuseen.sh

Öffnungszeiten 
Dienstag bis Sonntag 11:00 - 16:00 Uhr
Die buchbaren Angebote für Schulklassen können nach vorheriger Absprache von Di-So auch bereits ab 9 Uhr gebucht werden.

Das Jüdische Museum in Rendsburg zeigt die Ausstellung des Internationalen Comic-Salons Erlangen (@comicsalon_er). Mehr Infos zur Ausstellung: www.wiegehtesdir-comics.de.

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