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Jahrespressekonferenz 2019 / 2020

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Rainer Fetting im Dezember 2019 auf Sylt
Rainer Fetting: Here are the lemons, Reithalle 24. April - 18. Oktober 2020
Rainer Fetting, Figur und Hochbahn, 1980
Rainer Fetting: Here are the lemons, Reithalle 24. April - 18. Oktober 2020
Rainer Fetting, Selbst in Dünen, 2010
Rainer Fetting: Here are the lemons, Reithalle 24. April - 18. Oktober 2020
Rainer Fetting, Modell Willy Brandt, 1996
Rainer Fetting: Here are the lemons, Reithalle 24. April - 18. Oktober 2020
Rainer Fetting in seinem Sylter Atelier, Dezember 2019
Rainer Fetting: Here are the lemons, Reithalle 24. April - 18. Oktober 2020
Rainer Fetting, Taxi with steam and green female, 1991
Rainer Fetting: Here are the lemons, Reithalle 24. April - 18. Oktober 2020
Rainer Fetting, Here are the lemons, Desmond Cadogan, 2015
Rainer Fetting: Here are the lemons, Reithalle 24. April - 18. Oktober 2020
Rainer Fetting, Ballspiel am Meer, 2010
Rainer Fetting: Here are the lemons, Reithalle 24. April - 18. Oktober 2020
Ernst Barlach, Lesender Klosterschüler, Bronze, 1930
Ernst Barlach zum 150. Geburtstag, Kreuzstall-Kabinett 02. April - 01. November 2020
Ernst Barlach, Friedrich Schiller, An die Freude
Ernst Barlach zum 150. Geburtstag, Kreuzstall-Kabinett 02. April - 01. November 2020
Ernst Barlach, Selbstbildnis II
Ernst Barlach zum 150. Geburtstag, Kreuzstall-Kabinett 02. April - 01. November 2020
Neuer Dauerausstellung in Molfsee: 100 Jahre Alltagskultur
Molfsee: Eröffnung des neuen Ausstellungs- und Eingangsgebäudes mit der neuen Dauerausstellung zur Alltagskultur in Schleswig-Holstein im 20. Jahrhundert Eröffnung am 1. November 2020
Neue Dauerausstellung in Molfsee: 100 Jahre Alltagskultur (Boßelkugeln)
Molfsee: Eröffnung des neuen Ausstellungs- und Eingangsgebäudes mit der neuen Dauerausstellung zur Alltagskultur in Schleswig-Holstein im 20. Jahrhundert Eröffnung am 1. November 2020
Neue Dauerausstellung in Molfsee: 100 Jahre Alltagskultur
Molfsee: Eröffnung des neuen Ausstellungs- und Eingangsgebäudes mit der neuen Dauerausstellung zur Alltagskultur in Schleswig-Holstein im 20. Jahrhundert Eröffnung am 1. November 2020
Aufnahmen aus einem Bunker in Kiel, den das Freilichtmuseum vor dessen Rückbau fotografierte.
Erste Sonderausstellung im neuen Museumsgebäude in Molfsee. Spuren des kalten Krieges in Schleswig-Holstein Eröffnung am 1. November 2020
Aufnahmen aus einem Bunker in Kiel, den das Freilichtmuseum vor dessen Rückbau fotografierte.
Erste Sonderausstellung im neuen Museumsgebäude in Molfsee. Spuren des kalten Krieges in Schleswig-Holstein Eröffnung am 1. November 2020
Aufnahmen aus einem Bunker in Kiel, den das Freilichtmuseum vor dessen Rückbau fotografierte.
Erste Sonderausstellung im neuen Museumsgebäude in Molfsee. Spuren des kalten Krieges in Schleswig-Holstein Eröffnung am 1. November 2020
Aufnahmen aus einem Bunker in Kiel, den das Freilichtmuseum vor dessen Rückbau fotografierte.
Erste Sonderausstellung im neuen Museumsgebäude in Molfsee. Spuren des kalten Krieges in Schleswig-Holstein Eröffnung am 1. November 2020
Aufnahmen aus einem Bunker in Kiel, den das Freilichtmuseum vor dessen Rückbau fotografierte.
Erste Sonderausstellung im neuen Museumsgebäude in Molfsee. Spuren des kalten Krieges in Schleswig-Holstein Eröffnung am 1. November 2020 Eröffnung am 1. November 2020
Überlebende in Bergen-Belsen einige Tage nach der Befreiung, April 1945
Jüdisches Museum: Gerettet, aber nicht befreit. Überlebende der Shoah in Schleswig-Holstein, 28. Februar - 29. November 2020
Norbert Wollheim, der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Lübeck, spricht auf einer Kundgebung gegen die milde Verurteilung eines NS-Kriegsverbrechers, 1947.
Jüdisches Museum: Gerettet, aber nicht befreit. Überlebende der Shoah in Schleswig-Holstein, 28. Februar - 29. November 2020
Junge Zionisten in einem jüdischen Kinderheim in Blankenese bei Hamburg kurz vor ihrer Abreise nach Palästina, April 1945
Jüdisches Museum: Gerettet, aber nicht befreit. Überlebende der Shoah in Schleswig-Holstein, 28. Februar - 29. November 2020 Überlebende der Shoah in Schleswig-Holstein 28. Februar - 29. November 2020
Kloster Cismar: Zum Fressen gern. Fotozyklus im Kloster 05. April 2020 bis 18.Oktober 2020
Kloster Cismar: Zum Fressen gern. Fotozyklus im Kloster 05. April 2020 bis 18.Oktober 2020
Kloster Cismar: Zum Fressen gern. Fotozyklus im Kloster 05. April 2020 bis 18.Oktober 2020

Rückblick / Ausblick

Die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen blickt auf ein gutes Museums- und Wirtschaftsjahr 2019 zurück. Im auslaufenden Jahr 2019 verantwortete die Stiftung für ihre Museen einen Gesamtetat von rund 18,6 Millionen Euro. Der Betriebskostenzuschuss des Landes für den laufenden Haushalt betrug dabei 8,745 Millionen Euro, für Investitionen stellte das Land 4,53 Millionen Euro bereit.

Auch in diesem Jahr ist es der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen gelungen, rund 29 Prozent ihres Gesamtetats im laufenden Haushalt selbst zu erwirtschaften. Zum Beispiel über den Verkauf von Eintrittskarten und Publikationen (2,66 Millionen Euro) oder das Einwerben von Drittmitteln und Spenden (0,6 Millionen Euro). Zusätzlich stellte das Land der Stiftung für das Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie rund 2,0 Millionen Euro bereit.

Das Haushaltsjahr wird die Stiftung insgesamt mit einer schwarzen Null abschließen.

Für das Haushaltsjahr 2020 freut sich die Stiftung Landesmuseen über eine Anhebung des Landeszuschusses um 1,1 Millionen Euro
von 8,8 auf 9,9 Millionen Euro.

 Besucherzahlen 2019

 

Besucher
2018

Besucher 2019

Kommentar

Museumsinsel
Schloss Gottorf

94.233

98.549

Sonder-Ausstellung
Hans Olde: 17.609 Besucher

Wikinger Museum Haithabu

160.559

176.817


Gottorfer Globus

10.959

11.999

Neue VR-Anwendung

Barockgarten

21.358

40.046

Automatische Zählung

Freilichtmuseum Molfsee

119.751

117.020


Jüdisches Museum 

6.226

5.525


Kloster Cismar

4.842

6.702

Karin Witte / Eintritt frei

Eisenkunstguss Museum Büdelsdorf

3.978

3.670


Gesamt

421.753

466.328

+ 9,1 Prozent


Das Programm 2020

Museumsinsel Schloss Gottorf

Rainer Fetting: Here are the lemons, Reithalle
24. April - 18. Oktober 2020          

Er zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlern der Gegenwart: Rainer Fetting, der am 31. Dezember 70 Jahre alt wird. Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf zeigt 2020 die große Sonderausstellung "Here are the lemons".

In der umfassenden Retrospektive sind in der Reithalle 136 Arbeiten - 60 Gemälde, 14 Bronzen sowie 62 Zeichnungen und druckgraphische Blätter – zu sehen. Damit gibt die Ausstellung breiten Einblick in das umfang- und facettenreiche Werk Fettings. Ein besonderer Akzent liegt auf einer Serie überlebensgroßer Portraits aus den vergangenen Jahren, die mehrere Leinwände einnehmen und monumental in ihrer Wirkung sind - darunter das Porträt von dem Tänzer und Modell Desmond Cadogan „Here are the lemons“ aus dem Jahr 2015.

Rainer Fetting, 1949 in Wilhelmshaven geboren, studierte an der Hochschule der Künste in Berlin und war Ende der 1970er Jahre Mitbegründer und Protagonist der Galerie am Berliner Moritzplatz. Diese wurde von einer Gruppe junger Künstler gegründet, die unter dem Begriff „Neue Wilde", „Junge Wilde“ oder auch „Moritzboys“ bekannt wurden. Ihre Malerei war emotional und direkt, heftig und sehr farbig und vor allem: gegenständlich.

Der internationale Durchbruch kam 1981 mit der Ausstellung "A New Spirit in Painting", die Norman Rosenthal und Christoph Joachimides in London kuratierten. Norman Rosenthal wird auch im Katalog zur Gottorf-Ausstellung mit einem Beitrag vertreten sein. In Deutschland war Rainer Fetting bei der berühmten Ausstellung Zeitgeist 1982 im Berliner Gropiusbau vertreten. 1983 ging er nach 1978 ein zweites Mal nach New York und blieb für mehr als zehn Jahre. Eine Reihe seiner bekannten Gemälde aus dieser Zeit werden in der Gottorfer Ausstellung gezeigt. Neben Porträts von Desmond und anderen sind das Stadtbilder wie „Men at the Pier“, „Figur und Hochbahn (van Gogh)“, „Taxi with steam and green female“ oder die berühmten „Punk-Club CBGB’s“.

Seit seiner Rückkehr aus New York lebt und malt Rainer Fetting auch in seinem Atelier auf Sylt. Die Naturgewalt des Meeres übt seit jeher einen großen Reiz auf ihn aus und bietet ihm unerschöpfliche Motive für seine Malerei.

Ein eigenes Ausstellungs-Kapitel ist den bekannten Porträts von Willy Brandt aus dem Jahr 1996 und Helmut Schmidt von 2006 gewidmet.

Ernst Barlach zum 150. Geburtstag, Kreuzstall-Kabinett
02. April - 01. November 2020

2020 begeht das Museum für Kunst und Kulturgeschichte mit einer exklusiven Kabinettausstellung im Kreuzstall den 150. Geburtstag des großen norddeutschen Künstlers Ernst Barlach. Gezeigt werden gut 40 Zeichnungen, Druckgrafiken und Plastiken aus allen Werkphasen, die ein eindrucksvolles Bild vom Schaffen dieses faszinierenden Einzelgängers unter den Expressionisten vermitteln. Zu sehen sind die berühmten, eindringlich-düsteren Selbstbildnisse des Künstlers ebenso wie die berührenden Arbeiten, mit denen er für das massenhafte Sterben im Ersten Weltkrieg und die Notzeiten der Nachkriegsjahre seine bis heute gültigen Formulierungen entwickelt hat. Sämtliche Werke in der Sonderausstellung stammen aus der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch, die dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte seit 2016 langfristig verbunden ist. Es erscheint ein Katalog.

50 Jahre Kulturring, Galerie des 19. Jahrhunderts, Schloss Gottorf

29. November 2020 – 28. Februar 2021 

Der Kulturring der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft wird im Jahr 2020 fünfzig Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigt das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte eine Ausstellung, in der dessen mäzenatische Leistung gewürdigt werden soll. In den Jahren seines Bestehens hat der Kulturring fast 500 Arbeiten, überwiegend von in Schleswig-Holstein lebenden oder arbeitenden Künstlern erworben. Aus diesem Füllhorn wird eine repräsentative Ausstellung zusammengestellt, um einen Überblick über die Kulturförderung des Kulturrings zu geben. Eine besondere Rolle wird der seit 1985 verliehene Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft spielen.

Veranstaltungen:

4. Gottorfer Familientag auf der Museumsinsel Schloss Gottorf
Sonntag, 23. Februar, 10 bis 17 Uhr

Im Mittelpunkt des mittlerweile 4. Gottorfer Familientags am Sonntag, 23. Februar, steht das Museumserlebnis für Groß und Klein. Nach dem großen Erfolg der Vorjahre, als jeweils mehrere tausend Menschen die unzähligen Angebote auf der Schleswiger Museumsinsel annahmen, gibt es 2020 eine Neuauflage. Auf dem Programm stehen mehr als 70 spannende Familienführungen, zahlreiche Mitmachangebote und Experimente. Wissenschaftler, Museumspädagogen und freie Mitarbeiter stehen von 10 bis 17 Uhr für die großen und kleinen Besucher bereit.  Die Familienfreundlichkeit fängt schon beim Einritt an: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen 1 Euro.

21. Gottorfer Landmarkt am Internationaler Museumstag
Sonntag, 17. Mai 2019, 10 bis 18 Uhr
Zum 21. Mal findet der Gottorfer Landmarkt als größter Ökomarkt Deutschlands unter freiem Himmel statt. Es werden wieder Tausende Besucher aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hamburg, Süddänemark und darüber hinaus auf der Schleswiger Schlossinsel erwartet. Erzeuger und Aussteller von ökologischen und nachhaltigen Produkten sowie ökofairen Dienstleistungen treffen auf kreative Kunsthandwerker. Vereine und Verbände informieren über ihre Aktivitäten. Auch zahlreiche Tiere werden zu sehen sein.

nospa.OPENAIR 2020 auf der Museumsinsel Schloss Gottorf
Freitag 18. und Samstag 19. September

Die Nord-Ostsee Sparkasse lädt bereits zum 5. Mal zum nospa.OPENAIR an wechselnden Orten, zum zweiten Mal auf die Museumsinsel. Am Freitag, 18. September, kommt um 19 Uhr der international gefeierte DJ und Producer Robin Schulz. Am Sonnabend, 19. September, tritt um 20 Uhr Johannes Oerding auf die Bühne. Einlass ist an beiden Tagen ab 17 Uhr. D Tickets gibt es für 59 Euro zzgl. Vorverkaufsgebühr je Konzert auch im Shop auf der Schleswiger Museumsinsel.


Wikinger Museum Haithabu

Herzlich willkommen im Welterbe

Seit zwei Jahren gehört Haithabu zum Welterbe. Die archäologischen Stätten von Haithabu und dem Danewerk erhielten 2018 die UNESCO-Auszeichnung. Fast 180.000 Besucher (ein Plus von 10 Prozent), die das Weltkulturerbe erlebt haben, haben uns veranlasst, in der Hauptsaison 2020 die Öffnungszeiten erstmals um täglich eine Stunde zu erweitern. Das Wikinger Museum und die Wikinger Häuser haben vom 1. April bis 30. Oktober an sieben Tagen die Woche von 9 bis 18 Uhr geöffnet – und das bei unveränderten Eintrittspreisen.

Große Markttermine 2020:

10. bis 13. April: Frühjahrsmarkt in Haithabu. Handwerk und Handel wie vor 1000 Jahren, 9 - 18 Uhr, Wikinger Häuser Haithabu;

9. bis 12. Juli: Sommermarkt in Haithabu, 9 - 18 Uhr, Wikinger Häuser Haithabu;

31. Oktober bis 1. November: Herbstmesse in Haithabu.  Angebote für große und kleine Hacksilberbeutel, 9 bis 18 Uhr, Sie findet bereits im Museum statt und läutet die Wintersaison ein.

Landesmuseum für Volkskunde - Freilichtmuseum Molfsee

Eröffnung des neuen Ausstellungs- und Eingangsgebäudes mit der neuen Dauerausstellung zur Alltagskultur in Schleswig-Holstein im 20. Jahrhundert
Eröffnung am 1. November 2020

Die neue volkskundliche Dauerausstellung im Ausstellungshaus fokussiert die Alltagskultur Schleswig-Holsteins vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute und knüpft zeitlich an die Freilichtausstellung an.

Es geht um die kleinen und großen lebensprägenden Dinge und Gegebenheiten des Alltags. Anhand von rd. 350 Exponaten nähert sich die Ausstellung den hier schleichenden, dort einschneidenden Wandlungen des Normalen als oftmals grundlegende Veränderungen des Lebens. Ebenso zeigt die Ausstellung, wie sich überregionale historische Ereignisse und Entwicklungen auf die persönliche Lebenswelt der Schleswig-Holsteiner auswirken. Die Dauerausstellung ist thematisch untergliedert in die Bereiche Rhythmus, Mobilität, Beschäftigung, Konsum, Beziehung und Sicherheit und zeigt die Entwicklungslinien des 20. Jahrhunderts auf. Sie zu betrachten ermöglicht einen facettenreichen, subtilen und komplexen Blick auf Leben in Schleswig-Holstein.

Erste Sonderausstellung im neuen Museum. Spuren des kalten Krieges in Schleswig-Holstein
Eröffnung am 1. November 2020

Auch wenn Schleswig-Holstein keiner der Hauptschauplätze des Kalten Krieges war, hat die Ära ihre Spuren hinterlassen. Das Land galt als Landebrücke zwischen Ostsee und Nordsee, die Nato vermutete hier ein strategisches Interesse des Warschauer Pakts. Noch immer zeugt eine Vielzahl baulicher Einrichtungen von dieser Zeit, wenngleich sich diese meist im Verborgenen befinden – wie zum Beispiel ein großer Luftschutzbunker in der Kieler Innenstadt. Vor dessen Rückbau fotografierte das Freilichtmuseum 2015 die Anlage und übernahm Teile der Ausstattung in das Museum. Die Fotos und Objekte bilden den Grundstock und ersten inhaltlichen Teil der Ausstellung und zeigen beispielhaft, wie man sich im Falle eines Ernstfalles für beschränkte Zeit auf engem Raum arrangiert hätte. Die Ausstellung erweitert den Fokus auf das ganze Land und begibt sich auf Spurensuche an Orte wie Munitionslager, Warnämter oder Ersatzkrankenhäuser – kurzum: sie zeigt die Infrastruktur des Kalten Krieges in Schleswig-Holstein. 

Jüdisches Museum

Gerettet, aber nicht befreit.
Überlebende der Shoah in Schleswig-Holstein
28. Februar - 29. November 2020

Schleswig-Holstein im Frühsommer 1945. Der Krieg ist vorbei. Er hat tiefe Spuren im Land, in den Städten und in den Menschen hinterlassen. Nichts ist mehr, wie es vorher war. Das gilt besonders für eine kleine Zahl von Menschen, die von den Nationalsozialisten als Jüdinnen und Juden verfolgt worden waren. In Lagern, auf Todesmärschen und in Verstecken werden sie nach Jahren in Angst und Schrecken gerettet. Frei leben können sie aber noch lange nicht. Sie sind oft schwerkrank, leben weiterhin in Lagern oder unter ärmlichen Bedingungen. Niemand empfängt sie mit offenen Armen. Niemand fühlt sich für sie verantwortlich. Niemand interessiert sich für ihre Geschichten.

Sie alle hoffen auf einen Neuanfang, hoffen darauf ihre Freunde und Verwandte wiederzusehen und hoffen auf Gerechtigkeit. Doch diese Hoffnungen werden oftmals bitter enttäuscht. Daher kommt für die meisten Menschen ein Bleiben in Deutschland nicht infrage. Sie wollen so schnell wie möglich weg. Doch das ist gar nicht so leicht. Viele warten jahrelang auf eine Möglichkeit zur Auswanderung.

75 Jahre nach Kriegsende erzählt das Museum in Rendsburg aus jüdischer Perspektive erstmalig die Geschichte(n) der wenigen Überlebenden in Schleswig-Holstein. Hierfür haben Museumsleiter Jonas Kuhn und sein Team mehr als ein Jahr lang in verschiedenen Archiven in der gesamten Bundesrepublik und in privaten Sammlungen geforscht. Die Ausstellung zeigt Bilder, Dokumente und Lebensgeschichten, die bislang völlig unbekannt waren und so in keinem Geschichtsbuch zu finden sind. Sie sind schwer zu glauben, empörend und ergreifend.

Eisenkunstguss Museum Büdelsdorf

Ein neues Haus für die Bildung und Vermittlung das Erichsen-Haus

In Büdelsdorf werden die museumspädagogischen Angebote weiter ausgebaut. Mit dem jetzt sanierten Erichsen-Haus direkt neben dem Eisenkunstguss Museum gibt es erstmals die Möglichkeit, große Gruppen und Schulklassen angemessen zu betreuen. In dem nach seinen ehemaligen Bewohnern, der Familie Erichsen, benannten Haus wurden Werkbänke mit Stromzugang, großzügige Garderoben, Lagerräume und Büros geschaffen.

Erstmals soll das Erichsen-Haus in seiner neuen Funktion am 12. Januar 2020 offiziell genutzt werden, wenn das Museum zum Neujahrsfest einlädt. „Schwein gehabt“ heißt es dann von 11 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt. Große und kleine Besucher können dann das Gewicht von Museumsschwein Carl schätzen, bei einer Führung das Museum kennen lernen, bei der Museumsrallye auf eigene Faust die Ausstellung erkunden und am Ende einen tollen Preis gewinnen. Auch für die Bastelbegeisterten ist gesorgt: Carls Verwandte aus Origami oder Seife dürfen später mit nach Hause genommen werden.

Im Fluss. Erik Seidel Eisenskulptur
Ausstellung im Eisenkunstguss Museum
29. Mai 2020 bis 04.Oktober 2020

Erik Seidel, Jahrgang 1966, beschäftigt sich seit 2010 in seinem bildhauerischen Werk mit existentiellen Fragen des Menschseins. Angeregt durch die Auseinandersetzung mit Dantes „Göttlicher Komödie“ und Goethes „Faust“ schafft er Arbeiten, die Themen wie Tod, Vergänglichkeit und die Zerstörung der Umwelt aufgreifen. Trotz dieser apokalyptischen Grundstimmung – leere Schädelhöhlen türmen sich zu makabren Säulen, der ganze Erdball verglüht in einer spektakulären Explosion – lässt der Künstler die Betrachter hier und da an seinem fein dosierten Humor teilhaben.

Diese zweite künstlerische Intervention im Eisenkunstguss Museum ist besonders, als Erik Seidel seine Arbeiten in der traditionellen Technik des Eisengusses herstellt. Jedoch unterzieht er sie nach dem Guss einer speziellen Oberflächenbehandlung, welche die Objekte rosten lässt. Dadurch entsteht ein spannungsreicher Kontrast zwischen den rostroten zeitgenössischen Skulpturen und den dunklen Kunstgussarbeiten des 19. Jahrhunderts in der Dauerausstellung.

Kloster Cismar

Zum Fressen gern. Fotozyklus im Kloster
05. April 2020 bis 18.Oktober 2020

„Zum Fressen gern“ heißt die Sommerausstellung in Kloster Cismar, die vom 5. April bis 18. Oktober zu sehen sein wird. Die Berliner Fotografen und Gestalter Sebastian Köpcke und Volker Weinhold entwickeln seit mehr als zwei Jahrzehnten kulturhistorische Ausstellungen und versuchen mit ihrer Arbeit eine eigene Sicht der Dinge zu vermitteln. Werden den Besuchern kostbarste Preziosen hinter sicherem Glas im besten Licht präsentiert, gibt es für die beiden Sammlungsfotografen in den Depots weithin unbekannte Welten zu entdecken.

Im Jahr 2016 wurde »Zum Fressen gern« erstmals in großformatigen Fotografien als Jahresausstellung im Benediktinerstift Admont gezeigt. In diesen Bildern von Sebastian Köpcke und Volker Weinhold findet sich der Genius Loci wieder, der sich aus der wohltuenden Abgeschiedenheit einer ehrfurchtgebietenden Landschaft, dem strengen Regelwerk des Tages, der kultivierten Würde der admontinischen Mönche und im Besonderen aus der verlässlichen Kochkunst der liebenswürdigen Küchenfrauen speist.

Der admontinische Fotozyklus mag zuweilen an Jagd- und Küchenstillleben der Renaissance erinnern, an die hintersinnigen Porträts von Arcimboldo, wie an die stilprägenden Musikplakate von Günther Kieser. Damit gelingt Köpcke und Weinhold der Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart. 

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Landesmuseen Schleswig-Holstein
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