Corona-Pandemie

Wir haben wieder geöffnet. Bitte beachten Sie beim Besuch unserer Museen diese Informationen und Vorschriften.


Sie wollen immer auf dem Laufenden sein? Abonnieren Sie einen oder gleich mehrere unserer Newsletter.

schliessen
Springe zum Hauptbereich
Alle Landesmuseen in Schleswig-HolsteinAlle Landesmuseen in SH

Kloster Cismar in Ostholstein

Das Kloster Cismar ist eine große mittelalterliche Abtei in Ostholstein, die allein durch ihre einzigartige historische Atmosphäre beeindruckt. Sie ist zugleich eines der bedeutendsten Bauwerke lübischer Frühgotik mit einem der ältesten erhaltenen Flügelaltäre überhaupt. In den Sommermonaten präsentiert das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf im Kloster Sonderausstellungen. Der Förderkreis lädt außerhalb der Saison zu Konzerten, Lesungen und anderen Veranstaltungen. Höhepunkt ist das Klosterfest mit seinem Kunsthandwerkermarkt, der jedes Jahr am zweiten Wochenende im August stattfindet und Zehntausende Besucher anlockt. Darüber hinaus gibt es regelmäßig Gottesdienste der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Um das Kloster herum verlaufen Wanderwege, die unter anderem zur nur fünf Kilometer entfernten Ostsee führen.

Besucher des Klosters Cismar erwartet eine einzigartige historische Atmosphäre, die sowohl in den Gebäuden als auch in der schönen Gartenanlage zum Ausdruck kommt. Das Klostercafé, das sich im ehemaligen Speisesaal der Mönche befindet, lädt seine Gäste bei gutem Wetter auch in seinen malerischen Garten – zum Ausruhen, Innehalten und Genießen.

Geschichte des Klosters

Vorläufer des Cismaraner Klosters war das Benediktiner-Kloster in Lübeck – in dem zunächst Mönche, später auch Nonnen lebten. Die neu aufgenommenen Nonnen führten zur Klage über das Lasterleben. 1231 wird in einer Urkunde die mangelnde Disziplin der Mönche beklagt. Angeblich – aber nicht nachweisbar – sollten die Mönche daher aufs flache Land ziehen. Die eigentlichen Gründe aber dürften wirtschaftlicher und religiöser Natur gewesen sein: die Bewirtschaftung des Landes und die Verbreitung des Christentums.

Als Folge der Reformation wurde die Abtei 1561 aufgehoben. Die Bibliothek des Klosters gelangte nach Schloss Gottorf und von dort nach Kopenhagen. Das Kloster wurde Gutshof, Johannes Stricker erster evangelischer Pastor in Cismar. Sein Wohnhaus übrigens steht im Freilichtmuseum Molfsee.

In den Jahrhunderten danach wechselten die Bestimmungen des Gebäudes, es war mal Amtssitz des Landrates, Jugendherberge, Flüchtlingslager. 1982 bis 1987 gab es umfassende Sanierungen. Seit dieser Zeit gehört das Ensemble dem Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum, heute Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf.

Berühmt ist der Cismaraner Altar, der sich heute an seinem ursprünglichen Standort im Chor der Klosterkirche befindet. Er gilt als einer der ältesten erhaltenen Flügelaltäre überhaupt. Das um 1315 von einer Werkstatt aus Lübeck geschaffene Stück diente im Mittelalter zur Präsentation des kostbaren klösterlichen Reliquienschatzes. Das umfassende Bildprogramm des Altars ist dem Leben Christi sowie dem Ordensgründer Benedikt von Nursia und dem Klosterpatron Johannes gewidmet.

Kontakt

Information, Reservierung, Buchung: +49 (0) 4366 88465 22, service@landesmuseen.sh

Kloster Cismar

Bäderstraße 42
23743 Grömitz/Cismar

Pressekontakt:

Frank Zarp, Pressesprecher, frank.zarp@landesmuseen.sh, Telefon: +49 (0) 4621 813 208, Mobil: +49 (0) 170 336 1424

Silke Philipsen, stv. Pressesprecherin, silke.philipsen@landesmuseen.sh, Telefon +49 (0) 4621 813-196

Newsartikel downloaden
pdf | 169.94 KB
Download Bildmaterial
Landesmuseen Schleswig-Holstein
schliessen
Nach oben scrollen