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Berlin-Aquarelle von Emil Nolde als Leihgabe in der Stiftung Horn

Südsee-Bilder auf Reisen / Ergänzung zu „Moderne und Idyll“

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Emil Nolde: Dame und Herr an einem Weintisch, 1910/11, Aquarell und Tusche auf Japan © Nolde Stiftung Seebüll
Emil Nolde: Tanzendes Paar, 1910/1911, Aquarell und Tusche auf Japan © Nolde Stiftung Seebüll
Kuratorin Dr. Uta Kuhl in der Sammlung Horn © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Zehn Aquarelle der Nolde Stiftung Seebüll sind noch bis 22. August in der Stiftung Horn als Leihgabe zu Gast. Diese „Farben der Großstadt“ sind der Ersatz für die Südsee-Bilder Noldes, die in der Ausstellung „Nolde und Kirchner“ in Kopenhagen und ab Herbst in Amsterdam zu sehen sind.

„Die Leihgaben sind eine sehr schöne Bereicherung“, sagt Kuratorin Dr. Uta Kuhl. „Denn Werke aus der frühen Berliner Zeit sind in der Stiftung Horn bislang eher selten, und diese Arbeiten aus den Berliner Theatern und Kabaretts fangen eine tolle Stimmung der pulsierenden Großstadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein.“

Emil Nolde kam 1889 das erste Mal nach Berlin und lebte dort für fast zwei Jahre. Ab 1905 verbrachte er regelmäßig die Wintermonate dort und tauchte künstlerisch ganz in das Großstadt-Leben ein. Hier entstanden Bilder des Berliner Nachtlebens, Szenen aus den Bars und Cafés, von Cabaret, Tanz und Theater, die im reizvollen Kontrast zu seinen Landschaften stehen. Selbst wenn Nolde in seinen Schriften oft eine kritische Distanz zum Großstadtleben spüren lässt, faszinierte ihn doch das pulsierende Leben mit seinem kulturellen Reichtum.

Ab 1910 mietete Nolde ein Atelier in der Tauentzienstraße, das er 19 Jahre behalten sollte. Im Winter 1910/11 gerät er in einen regelrechten Schaffensrausch: in wenigen Monaten entstehen 17 Gemälde und weit über 300 Aquarelle und Tuschpinselzeichnungen der nächtlichen Großstadt. In glühenden Farben und großer Ausdruckskraft malt Nolde das schillernde Leben des Theaters und der Maskenbälle, von Varieté und Tanzsaal.

Aus dieser Zeit sind auch die zehn Aquarelle und Tuschzeichnungen, die als Leihgabe der Nolde Stiftung Seebüll für vier Monate in der Stiftung Horn gezeigt werden. Sie bilden eine passende Fortsetzung und schöne Ergänzung der Ausstellung zum deutschen Impressionismus im Kreuzstall. 

Wegen der Corona-Pandemie kann es während der Laufzeit der Ausstellung auch zu kurzfristigen Änderungen kommen, deshalb ist es wichtig, sich vor einem Besuch auf unserer Internetseite www.landesmuseen.sh oder in unserem Servicecenter zu informieren: service@landesmuseen.sh und 04621/813 222.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr

Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Fotos

Kuratorin Dr. Uta Kuhl in der Sammlung Horn © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Emil Nolde: Dame und Herr an einem Weintisch, 1910/11, Aquarell und Tusche auf Japan © Nolde Stiftung Seebüll

Emil Nolde: Tanzendes Paar, 1910/1911, Aquarell und Tusche auf Japan © Nolde Stiftung Seebüll

Bitte beachten Sie für die zwei Nolde-Aquarelle die Copyright-Hinweise der Nolde-Stiftung:

Das Werk wird vollständig und ohne Anschnitt reproduziert. Die Wiedergabe darf online die Auflösung von 72 dpi nicht überschreiten. Die Reproduktion ist im Printprodukt fest eingebunden und läuft nicht über den Bruch. Über die Abbildung darf kein Text verlaufen. Bitte geben Sie möglichst die vollständigen Werkangaben in der Bildunterschrift an. Die Nolde Stiftung Seebüll ist die alleinige Inhaberin des Urheberrechts an allen Werken Emil Noldes in allen öffentlichen und privaten Sammlungen. Daher möchten wir Sie herzlich bitten, nachfolgenden Copyright-Nachweis zu verwenden: © Nolde Stiftung Seebüll

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