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15.000 Wikinger-Fans beim Frühjahrsmarkt in Haithabu

Rekord-Ergebnis am Haddebyer Noor

Rund 15.0000 Besucherinnen und Besucher strömten am Osterwochenende zum Frühjahrsmarkt in Haithabu. Damit stellt der diesjährige Frühjahrsmarkt seine sieben Vorgänger deutlich in den Schatten. Museumsleiterin Ute Drews macht vor allem zwei Effekte für dieses Rekord-Ergebnis verantwortlich: „Zum einen wird das gute Wetter eine Rolle gespielt haben, zum anderen haben die guten Nachrichten rund ums Weltkulturerbe dafür gesorgt, dass uns dieses Jahr beim Frühjahrsmarkt so viele Menschen wie nie zuvor besucht haben.“ 

Mehr als 250 Wikinger-Experten und Neuzeitwikinger hatten ab Karfreitag ihre Stände und Werkstätten rund um das Areal bei den Wikinger Häusern aufgebaut. Was während des langen Winters in den Werkstätten der Handwerker entstanden war oder von der letzten Reise mitgebracht wurde, wurde jetzt auf dem Markt in Haithabu feilgeboten. Viele der Schätze, die ausgestellt und zum Verkauf angeboten wurden, sind originalgetreue Nachbildungen wikingerzeitlicher Funde und zeugen von höchstem handwerklichen Geschick. Wer mochte, konnte sein Geschick aber auch selbst unter Beweis stellen – vom Drachenzahnschleifen bis zum Lederbeutel-Basteln gab es Möglichkeiten, die vor allem Kinder zum Mitmachen animierten.

Ute Drews zeigte sich abschließend begeistert von ihrem mittlerweile achten Frühjahrsmarkt. Programm und Angebot seien ebenso wie die Stimmung gut gewesen, es habe teilweise neue Stände mit neuen Angeboten gegeben und schließlich sei auch der maritime Aspekt nicht zu kurz gekommen. Denn am Osterwochenende wurde auch die „Erik Steuermann“ wieder zu Wasser gelassen und hat schon die erste Segeltour übers Haddebyer Noor überstanden.

Weitere große Markt-Termine 2019 sind der Sommermarkt vom 11. bis 14. Juli und die Herbstmesse vom 2. bis 3. November. 


Herzlich willkommen im Weltkulturerbe!
 Seit dem 30. Juni 2018 stehen Haithabu und Danewerk auf der Welterbe-Liste der UNESCO. Nunmehr ist diese für die Landschaft zwischen dem Haddebyer Noor und dem Verteidigungswall in Dannewerk so wichtige Unterschutzstellung unter Dach und Fach. Das Handelszentrum Haithabu und das Verteidigungsbauwerk Danewerk bestehen aus einem räumlich miteinander verbundenen Komplex aus Erdwerken, Wällen und Gräben, einer Siedlung, Gräberfeldern und einem Hafen an der Schleswiger Landenge der jütischen Halbinsel. Aufgrund seiner einzigarten Lage im Grenzgebiet zwischen dem Fränkischen Reich im Süden und dem Königreich Dänemark im Norden, entwickelte sich Haithabu zu einer zentralen Handelsdrehscheibe zwischen Kontinentaleuropa und Skandinavien und zwischen der Nord- und Ostsee. Für mehr als drei Jahrhunderte – während der gesamten Wikingerzeit – gehörte Haithabu zu einer der größten und bedeutendsten Handelsstädte, die sich in West- und Nordeuropa entwickelten.


Fotos © Landesmuseen Schloss Gottorf

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