Corona-Pandemie

Unsere Museen sind bis zum 20. Dezember 2020 geschlossen.Weitere Informationen finden Sie HIER.

 

 

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Wiedereröffnung mit neuen Ausstellungen

Seit dem 14. März waren alle Museen, Ausstellungen und Sammlungen der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. 66 Tage später geht es am 19. Mai wieder los, in Schleswig, Büdelsdorf, Rendsburg und Molfsee öffnen die unterschiedlichen Kultureinrichtungen unter strengen Auflagen wieder Ihre Tore. Worauf dürfen sich die Besucherinnen und Besucher freuen? Mit welchen Einschränkungen müssen sie und die Museen in den nächsten Monaten leben? Guido Wendt ist als Geschäftsführer und Kaufmännischer Vorstand der Stiftung Landesmuseen für das Krisenmanagement verantwortlich.

Herr Wendt, seit 4. Mai durften laut des Erlasses der Landesregierung die Museen in Schleswig-Holstein unter bestimmten Voraussetzungen wieder öffnen. Warum öffnen die Landesmuseen erst 14 Tage später wieder? 

Weil wir bei allem, was wir seit dem 13. März getan oder nicht getan haben zunächst einmal immer die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unserer Besucherinnen und Besucher in den Vordergrund gestellt haben. Alles, was es im Zuge dieser entscheidenden Lockerungen nun vorzubereiten gab, mussten wir für alle sieben Museen der Stiftung organisieren. Und in fast allen Prozessen sind wir auf die Zuarbeit und Hilfe von Dienstleistern angewiesen. Um zum Beispiel die Hygienevorschriften umsetzen zu können, benötigen wir eine ausreichende Zahl an Raumpflegekräften. Und es musste entschieden werden, welche Orte können von wie vielen Menschen gleichzeitig besucht werden, Wegeführungen mussten neu erdacht und dann entsprechend ausgeschildert werden. Wenn wir jetzt am 19. Mai unsere Museen glücklicherweise wieder öffnen können, dann werden wir vermutlich noch bis Montagnachmittag die letzten Vorbereitungen zu treffen haben.

Worauf dürfen sich die Besucherinnen und Besucher freuen?

Da der Beginn der Pandemie uns mitten im Saisonstart des Museumsjahres 2020 traf, haben wir nun die Freude, an dem einen oder anderen Ort unsere Gäste mit ganz neuen Ausstellungen begrüßen zu können. Noch hat keiner die schöne Kabinettausstellung zum 150. Geburtstag von Ernst Barlach im Kreuzstall gesehen, unsere Weimar-Ausstellung wurde mit neuen Werken bestückt und besonders gespannt sind wir natürlich auf die Reaktionen in der Reithalle. „Here are the lemons“, die Retrospektive auf das Lebenswerk von Rainer Fetting, hat im Vorwege ein riesiges Presseecho erlebt, nun freuen wir uns auf viele begeisterte Besucher.

Auf welche Einschränkungen müssen sich die Gäste gefasst machen?

Im Grunde genommen gelten für unsere Museen die gleichen Corona-Regeln wie in vielen anderen Bereichen des öffentlichen Lebens auch: Wir bitten um die Einhaltung der Abstandsregeln, um das Tragen einer Mund-Nase-Abdeckung beim Betreten der Museen und Ausstellungen, wir weisen überall auf die wichtigen Hygieneregeln zur Handdesinfektion und zum Händewaschen hin und in Einzelfällen müssen wir auch darauf achten, dass auf Grund der dringend einzuhaltenden Abstandregeln in bestimmten Museen oder Ausstellungsräumen viel weniger Menschen sich zur gleichen Zeit aufhalten dürfen als in der Zeit vor Corona. Beispielsweise können wir ab 19. Mai in die Fetting-Ausstellung nur maximal 55 Besucher gleichzeitig hineinlassen. Und bei der Reithalle reden wir immerhin über unseren größten Ausstellungsraum auf der Gottorfer Museumsinsel. Andere Angebote, wie beispielsweise die beliebten Fahrten im begehbaren Gottorfer Globus, finden im Moment gar nicht statt. Immerhin aber können wir das Globushaus öffnen und so einen Blick auf diese faszinierende Riesen-Weltkugel anbieten. Besonders viele Menschen freuen sich auch darauf, endlich wieder durch das Freilichtmuseum in Molfsee gehen zu können. Wir bitten aber um Verständnis, dass wir nur sechs ausgewählte Häuser für die Besucher öffnen können.

Wie ist es um die finanziellen Folgen der Krise bestellt?

Das ist natürlich ein überaus ernstes Thema. Der Verlust der Eintrittserlöse für zwei volle Monate wäre natürlich sehr viel größer und spürbar heftiger ausgefallen, wenn die Schließung der Museen in den Monaten Juli und August stattgefunden hätte. Trotzdem fehlen die Einnahmen, während die Ausgaben zum allergrößten Teil weitergelaufen sind. Sehr schmerzhaft ist jedoch, dass wir im Bereich der Bildung und Vermittlung alle Führungen und gebuchten Veranstaltungen absagen müssen, Großveranstaltungen wie der Gottorfer Landmarkt, der Herbstmarkt in Molfsee oder die vielen Märkte in Haithabu finden nicht statt. Dies alles reißt ein großes Loch in unseren Haushalt. Wir befinden uns aber in sehr guten Gesprächen mit dem Land, das die Kultur in dieser schweren Zeit vorbildlich unterstützt und auch ihren Landesmuseen Hilfe zugesichert hat.

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