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Spannungsfeld Weimar. Kunst und Gesellschaft zwischen 1919 und 1933

Kreuzstall, 31. März bis 3. November 2019

Im Fokus der ersten neuen Sonderausstellung des Museums für Kunst und Kulturgeschichte im Jahr 2019 stehen künstlerische und gesellschaftliche Entwicklungen in den Jahren der ersten deutschen Demokratie, der Weimarer Republik.

Es ist die Zeit zwischen dem Ende des Ersten Weltkrieges – verbunden mit dem Ende des Kaiserreichs – und dem Beginn des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland. Sie ist geprägt von starken politischen, sozialen und gesellschaftlichen Umbrüchen. Auch die Künstler engagieren sich vor allem in den frühen Jahren der Weimarer Republik in politischen Gruppierungen wie dem Arbeitsrat für Kunst oder der Novembergruppe.


Die Ausstellung bringt zum ersten Mal Werke aus der Sammlung Bönsch mit Werken des eigenen Bestandes des Museums für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf zu einer gemeinsamen Schau zusammen. Sie greift die zentralen Themen der Weimarer Republik wie Kriegserfahrung und Revolution, rauschendes Nachtleben und soziales Elend, die Suche nach einer neuen Gesellschaft und nach neuen Formen der Kunst auf, widmet sich aber auch herausragenden Künstlerpersönlichkeiten wie George Grosz, Max Liebermann, Georg Tappert, Wenzel Hablik, Ernst Barlach und Käthe Kollwitz. Die neue Sonderausstellung wurde gemeinschaftlich kuratiert von Thekla-Christine Hansen M.A. und Dr. Thomas Gädeke.

Die großen Gegensätze und neuen Möglichkeiten der Weimarer Jahre zeichnen sich nicht in den Kunstwerken der Zeit ab, sondern führen auch zu einer besonderen Vielfalt an Stilen und Strömungen. So wird der Expressionismus, der vor und während des Ersten Weltkrieges seine Blüte erlebt, Mitte der 1920er Jahre bereits durch die Neue Sachlichkeit abgelöst. Die ganze Bandbreite der klassischen Moderne findet sich in dieser Zeit, und auch der Impressionismus eines Max Liebermann oder Lovis Corinth ist bis in die 1930er Jahre präsent. 

Daten und Fakten:

Gezeigt werden 122 Objekte  | 71 Grafiken, 26 Gemälde,
12 plastische Werke, 9 Fotos  und 5 Möbelstücke

60 Werke, der Großteil davon Grafiken, enstammen der Sammlung der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch.

Die übrigen 62 Objekte gehören der Sammlung des Landesmuseums und beinhalten auch 15 Dauerleihgaben von verschiedenen Leihgebern unter anderem vom Kulturring für Schleswig Holsteinische Wirtschaft (9 Objekte). Es sind auch vier Werke aus der Tappert Stiftung vertreten.

Die Themen der Ausstellung:
Von der Revolution zur Republik | Krieg und Kriegserinnerung | Soziale Not | Nachtleben und Halbwelt | Neue Wege der Kunst | Das Selbstbewusstsein des Neuen Menschen | Fotografie als Kunst und Kulturelles Leben

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog: Spannungsfeld Weimar. Kunst und Gesellschaft 1919−1933 hrsg. von Kirsten Baumann, Thomas Gädeke und Thekla-Christine Hansen, Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf, 2019. Umfang: 184 Seiten mit 141 Abb., ISBN 978-3-947386-07-9.

Der Katalog kostet 20 €.

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