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museum4punkt0

Das Verbundprojekt museum4punkt0 ist ein bundesweiter Zusammenschluss aus mehr als 20 großen deutschen Museen. Es wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aufgrund eines Beschlusses des Bundestages. Dabei geht es um die Entwicklung digitaler Programme zur zeitgemäßen Aufbereitung von musealen Inhalten. Für ein Teilprojekt „Digitales Storytelling: historische Räume und visualisierte Geschichte(n)“ sind den Landesmuseen Schleswig-Holstein bis zu 360.000 Euro Fördermittel vom BKM zugesagt worden. 


Kultureinrichtungen aus ganz Deutschland haben sich zusammengeschlossen, um mit Hilfe digitaler Technologien neue Zugänge zu unserem kulturellen Erbe zu entwickeln, zu testen und anschließend ihren Museumsgästen zu präsentieren. museum4punkt0 nennt sich das Projekt, das 2017 gestartet ist und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien mit insgesamt 25 Millionen Euro gefördert wird. Die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen ist vom ersten Tag an mit dabei. Zunächst als assoziierter Partner – jetzt  mit einem eigenen Vorhaben. 

So stehen den Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen im Rahmen von museum4punkt0 bis zu 360.000 Euro zur Verfügung, um eine Augmented-Reality-Anwendung (AR-Anwendung) zu konzipieren, zu entwickeln und zu erproben. Der Prototyp kann später auch von anderen Museen genutzt werden kann, denn ein weiteres Ziel von museum4punkt0 ist es, alle Ergebnisse, Erfahrungen und Anwendungen anderen Kultureinrichtungen  zur Verfügung zu stellen.

Die Landesmuseen wollen ihren Besucherinnen und Besuchern die AR-Anwendung ab 2022 gleich an drei Museumsstandorten präsentieren. Einer ist der Gottorfer Barockgarten. Die Pracht und Ausmaße, die dieser zu seiner Hochzeit mit Lusthaus, Orangerie und prächtigen Terrassen hatte, lässt sich heute nur schwer erahnen. Mit der AR-Anwendung soll es den Museumsgästen jedoch schon bald möglich sein, durch den Garten zu spazieren und dabei parallel via Smartphone in eine andere Welt abzutauchen und eine Zeitreise ins 18. Jahrhundert anzutreten. 

Ein zweites Projekt wird im Freilichtmuseum Molfsee realisiert. Dort wird es Gästen künftig nicht nur möglich sein, sich die historischen Häuser anzuschauen – an ausgewählten Standorten im Gelände soll mittels AR-Anwendung auch erfahrbar sein, wie die Menschen dort einst gearbeitet und gelebt haben. Weiteres Beispiel: Auf einem Teich werden künftig Fischer aus einer vergangenen Zeit „zu sehen“ sein.

Eine dritte AR-Anwendung wird es für das Jüdische Museum in Rendsburg geben, das weit mehr als ein Ausstellungshaus ist. Es ist ebenso sehr ein historisches Baudenkmal, denn das Jüdische Museum ist in der ältesten erhaltenen Synagoge Schleswig-Holsteins zuhause. Aber wie mag man sich einst im Beetsaal zusammengefunden, gebetet und gefeiert haben? Schon im kommenden Jahr dürfen Besucherinnen und Besucher das auch hier vor Ort erleben und in vergangenen Zeiten „eintauchen“.

An den beschriebenen Orten wird der museale Raum um eine digitale Erzählebene - das, was einst war, den Museumsgästen heute aber verborgen bleibt - erweitert. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung durch den Bund, die uns diese besondere Form des digitalen Storytellings ermöglicht. Ebenso sehr freuen wir uns aber auch darüber, im Verbund mit anderen großen Häusern aus ganz Deutschland Museumserlebnisse mit Zukunft zu entwickeln“, sagte Gottorf-Vorstand Guido Wendt anlässlich des Treffens mit der Bundestagsabgeordeneten aus Wanderup, Petra Nicolaisen

www.museum4punkt0.de

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